Eisenbahner SV Aachen 1922 .e.V


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Historie

Vereinsinfo


Nach dem ersten Weltkrieg, als in Aachen große Arbeitslosigkeit herrschte, - es war das Jahr
1922 - gründeten einige sportbegeisterte Eisenbahner des Bahnbetriebswerkes Aachen-West den Eisenbahner Turn- und Sportverein Aachen „ETuSvA“ .

Auf den Wiesen unterhalb des Betriebswerkes übten sich - ganz im Sinne von Turnvater Jahn bald viele Eisenbahner und ihre Familien in Fußball, Handball, Tischtennis und Ringtennis. Außerdem entstand eine Wander- und Rhönradgruppe.

Schon bald reichten die vorhandenen behelfsmäßigen Sportanlagen nicht mehr aus. Das bei dem Streckenumbau der Bahnstrecke Aachen-Neuß durch Aufschüttung gewonnene Gelände in dem neuen Gleisbogen zwischen Aachen West und Richterich nutzten die Sportler zur Errichtung einer Erholungsstätte für Groß und Klein mit Sportplatz, Laufbahn, zwei Tennisplätzen, Spielwiese, Sandkasten und Schaukeln.

Im Sommer
1927 war die große Einweihung. Das Stadion war rundum mit Fahnen geschmückt.

Neben vielen Sportveranstaltungen fand als besondere Attraktion auf der Aschenbahn ein Radrennen statt.

In den Jahren
1933- 1935 wurde das Schwimmbecken und der Schießstand erbaut. Eine Schwimm- und Schießabteilung wurde gegründet. Beide Sportarten erfreuten sich großer Beliebtheit.

1939 wuchs der EtuSvA zu einer großen und erfolgreichen Sportfamilie zusammen, als mit Ausbruch des 2. Weltkrieges viele Sportler den Sportdress mit der feldgrauen Uniform tauschen mussten.

Das Vereinsleben blutete nach und nach im wahrsten Sinne des Wortes aus.

Einige konnten den Sportbetrieb noch mühsam aufrecht erhalten, bis er
1943 ganz eingestellt werden musste. Nach Kriegsende präsentierten sich die Sportanlagen in einem jämmerlichen Zustand. Das Schwimmbecken war durch Bombeneinschläge unbrauchbar.

Unter tatkräftiger Mithilfe der Sportschützen der Bahnpolizeiwache Aachen wurde mit der Wiederherstellung und Neueröffnung des Schießstandes
1953 der Wiederaufbau der Sportanlagen eingeleitet und der Schießsport wieder aufgenommen.

1955 bestand der Verein aus 40 Mitgliedern, wählte einen geschäftsführenden Vorstand, gab sich eine Satzung und wurde unter dem Namen Eisenbahner Sportverein Aachen 1922 e.V. in das Vereinsregister des Amtsgerichts Aachen eingetragen. Damit war die formelle Basis für einen Neubeginn geschaffen.

Von
1955-1959 gelang es, die Sportanlagen wieder nutzbar zu machen. Die Tennisplätze erhielten eine Umkleide- und Duschbaracke. Das Schwimmbecken wurde wieder hergerichtet und erhielt Umkleidekabinen.

1962 nahm die Fußballabteilung mit einer neuformierten 1. Mannschaft den regelmäßigen Spielbetrieb auf.

1960 wurde bekannt, dass das Sportgelände den Baumaßnahmen für die Straßenanbindung des neuen Klinikums und den Umbaumaßnahmen der Deutschen Bundesbahn im Rangierbahnhof Aachen West zum Opfer fallen würde. Unter diesen Voraussetzungen durften dringend erforderliche Instandsetzungen nicht mehr ausgeführt werden. Das Schwimmbecken musste
erneut geschlossen werden.

1971 wurde der Schießstand nach größeren Umbauarbeiten für den Sportbetrieb wieder freigegeben. Die Wanderabteilung wurde gegründet.

1972 feierte der ESV Aachen mit zahlreichen Sportveranstaltungen sein 50-jähriges Bestehen.
1973 nahm die Abteilung Damengymnastik ihren Übungsbetrieb auf.
1974 erwarb die Deutsche Bundesbahn von der Stadt Aachen das Gelände am Soerser Weg zur Errichtung der neuen Sportstätten.

Im Jahr
1981 wurde das Sportgelände in Aachen West aufgegeben, mit Ausnahme der beiden Tennisplätze, die noch provisorisch weiterbetrieben wurden. Mit Hilfe der Stadt Aachen konnte der Sportbetrieb an den verschiedensten Orten unter schwierigsten Bedingungen aufrechterhalten werden.

Am
11.04.1985 wurde der neue Schießstand in Aachen, Im Süsterfeld 14, für den Sportbetrieb freigegeben. Dieser Schießstand wurde allein durch den Verein finanziert. Nur durch umfangreiche Eigenleistungen der Sportschützen war es überhaupt möglich, die Baumaßnahme durchzuführen.

Am
06.07.1986 wurde die neue Sportanlage am Soerser Weg in Aachen dem ESV Aachen zur Nutzung übergeben. Sie umfasst neben einem großen Vereinsheim einen Fußballplatz (Aschenplatz), einen kleinen Jugend- Fußballplatz (Rasenplatz), sechs Tennisplätze
(Aschenplatz) und eine Übungswand für Tennis sowie Lagergebäude und Parkplätze.

Im Vereinsheim sind vorhanden:
Umkleiden und Duschen für Fußball- und Tennisspieler, Gymnastikraum, Clubraum mit Bewirtung, Büroraum und die Platzwartwhg.Dank des unermüdlichen Einsatzes der Vereinsmitglieder wurden durch Sachspenden und Arbeitsstunden nahezu 400.000,- DM an Eigenleistungen erbracht
.

Am
01.01.1992 hatte der ESV-Aachen 1239 Mitglieder.

Im Jahre
1997 feiert der Verein sein 75-jähriges Jubiläum.

Auch durch Privatisierungmaßnahmen bei der Deutschen Bundesbahn und umfangreiche
Rationalisierungsmaßnahmen bei der Deutschen Bahn AG im Raum Aachen ist die Anzahl der
Eisenbahner im Verein in den letzten Jahren gesunken.


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